Android App Design

Android  ist mit 80% mittlerweile das beliebteste Mobile Betriebssystem auf dem Markt. Designer sollten sich deswegen mehr mit dem Thema Android App Design auseinander setzten. Wir zeigen Dir hier, was Du beim designen Deiner Android Apps beachten musst. Dann steht einem herausragenden Design für Deine Mobile App nichts mehr im Weg!

Android App Design UI

Ein Android User Interface besteht typischer Weise aus einer XML – Datei. Es kann mehrere verschachtelte Layouts enthalten, und innerhalb dieser Layouts verschiedene Views, wie Texte oder Buttons. Außerdem gibt es auch verschiedene Editoren, die die Designer und Entwickler für die Erstellung einen Designs benutzen. Genau wie in zahlreichen anderen Bereichen sollte man die Style Informationen gesondert in einer eigenen Style-Ressource definieren. Styles lassen sich hierbei sowohl vererben, als auch in kleine Themes unterteilen. Android selbst stellt schon einige vorgefertigte Themes für ihr Android App Design zur Verfügung. Diese Themes werden zum Beispiel auch von vielen von Google vorinstallierten Apps verwendet.

Es ist auch möglich, Texte, Bilder, Animationen, Menüs und Farbdefinitionen in eigenen Ressourcen auszulagern. Diese Ressourcen haben beim Android Design noch eine andere wichtige Aufgabe, außer Informationen für das Design der Apps zu verwalten. Mit ihnen kann man auch Einfluss auf die Laufzeit der Apps nehmen.

Der Nachteil ist, dass sich der Designer stets an die Android Qualifier Vorgaben halten muss. Somit hat man es schwerer, für ein bestimmtes Gerät, das passende UI – Design zu entwickeln. Google hat deswegen mit dem Android 4 Update das System etwas flexibler gestaltet. Anstatt mit festen Vorgaben für die Höhe und Breite zu arbeiten, kann der Entwickler diese jetzt individuell festlegen

Android Design Guide

Der Android Design Guide bietet eine große Auswahl an Design – Prinzipien und Patterns und sollte deswegen zur Pflichtlektüre der Android Designer gehören. Er kann bei der Erstellung eines Android App Designs eine große Hilfe sein. In ihm werden die bestimmten Ressourcen erläutert und gezeigt wie man sie optimal Nutzen kann. Des Weiteren Beschreibungen zu Android Patterns. So können die Entwickler Do’s and Dont’s der verschiedenen Designs ableiten.

Der Abschnitt zum Korrekten Einsatz der Android ActionBar ist ein Gutes Beispiel hierfür. Das Konstrukt wurde mit Android 3 und 4 eingeführt und und lässt sich für Smartphone und Tablett anwendbar. Wenn man die ActionBar richtig einsetzt kann man einen großen Mehrwert für seine App erzielen. Falsch eingesetzt sorgt es eher für Verwirrung bei den Nutzern. Die ActionBar beinhalten gleich mehrere Funktionen, zum einen ermöglicht das App Icon die Navigation zur nächst höheren Ebene bis hin zum Home Screen, zum anderen kann man Action Buttons einfügen, hinter denen sich verschiedene Funktionen verbergen.

Auch für das Thema Navigation bietet der Design Guide gutes Material. Das Navigieren in Android Apps stellt sich teilweise als schwierig heraus. Die verschiedenen Screens liegen auf einem Stack, wenn man die Back Taste betätigt werden diese nacheinander abgearbeitet und die Anzeige der einzelnen Screens folgt nacheinander. Dies ist für einen Nutzer von Web Anwendungen durchaus natürlich, für einen App Anwender aber nicht. Daher versucht Google mit Hilfe von verschiedenen Guides Abhilfe zu schaffen und einem Weg zu zeigen wie man die Usability der Anzeige verbessern kann.

Multi – Pane – Layout

Mit wenigem Design Material lassen sich schon schöne Ergebnisse erzielen, wenn man diese dann auch für verschiedene Zielgeräte benutzen möchte, bietet Google ein neues Konzept, das Multi – Pane – Layout. Auch hierbei werden Ressourcen, Bilder in getrennten Ordnern und werden nur für die Dauer der Laufzeit herangezogen. Allerdings kommen zu den typischen Elementen noch die Fragments hinzu.

Fragments sind UI-Abschnitte mit zugehöriger Logik. Diese lassen sich dann zu beliebig komplexen UIs kombinieren. Zum Beispiel findet man dieses Konzept in der Email App. Dort sieht der Nutzer seinen E-Mail-Eingang und kann dort dann einzelne Mails auswählen um sich weitere Detailanzeigen zu lassen. Bei dem Smartphone würde dieses auf zwei Bildschirmen stattfinden, auf dem Tablet nur auf einem. Als Entwickler möchte man hier nicht unbedingt zwei Anwendungen entwicklen.

Mit dem Multi – Pane – Layout ist es möglich zuerst zwei UI – Fragments zu bauen und dann das Layout für das jeweilige Gerät zu entwerfen. Jetzt kann man für das Smartphone die beiden UI – Fragments einbauen und für das Tablet ein Übergeordnetes, was die beiden Fragments enthält.

Unterschiede iOS und Android

Navigation

Im iOS App Design gibt es keine Seiten-Menüs. Beim Android App Design ist dies anders. Google hat das Seiten Menü Direkt in das Design mit eingebunden. Dieses Menü kann viele Probleme mit sich bringen, denn man muss zuerst auf das Menü-Symbol klicken, bevor man das Menü sieht und einen Unterpunkt auswählen kann. Das kann gerade für ältere Nutzer verwirrend sein. Deswegen solltest Du es bei der Entwicklung für iOS nicht benutzen. Für das Android Design kann es aber benutzt werden, da Android meist ein technisch besser versiertes Publikum haben.

Icons

Icons sind ein Muss bei allen App Designs. Apple verfolgt ein bestimmtes Icon Konzept, bietet aber kein Iconset an. Google hat sein eigenes Iconset und empfiehlt es Android Designern auch für ihre Android App oder Material Design. Trotzdem hat man in beiden Systemen die Möglichkeit zu Improvisieren.

Design Guidelines

Sowohl Apple als auch Google haben ihre eigenen Guidelines, an denen sich die Entwickler orientieren können. Dabei geht es oft nicht ausschließlich um das Design. Bei Apple zum Beispiel ist es wichtig, dass sich die selbst entwickelnden Apps nicht mit denen von Apple selbst gleichen, da man diese sonst nicht in den Appstore stellen kann. Google ist da nicht ganz so streng. Hier geht es eher darum das Chaos etwas zu ordnen.

 

 

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